Frankreich ist schon immer das Land meiner Träume gewesen. Ich hatte mir schon 1970 einen Stadtplan von Paris gekauft und durfte erst gut 20 Jahre später Paris tatsächlich besuchen. Angefangen hat vielleicht alles, also meine Begeisterung für Frankreich, mit dem Kino, mit Abenteuerfilmen mit Jean Marais und Bourvil. Später war es die Literatur von Guy de Maupassant bis Albert Camus und Jean-Paul Sartre. Wenn man 20 Jahre lang platonisch liebt, entstehen schon etwas verklärte Bilder. Die ersten Französinnen, die ich leibhaftig kennengelernt habe waren überraschend herb, von sehr robuster Gestalt, Zigarre rauchend und hatten so gar keine Ähnlichkeit mit Constance Bonacieux, der Herzensdame d’Artagnants. In politischer Hinsicht ist es ähnlich enttäuschend. Sarkozy ist für mich persönlich so gar kein Franzose und das nicht, weil er ungarischer Abstammung ist. Wie auch immer, ob geträumt oder nicht, bleibt Frankreich eines der schönsten Länder, die diese Welt zu bieten hat und die Sprache ist ohnehin an Schönheit unübertroffen. Judith, meine Tochter, fährt dort hin um ihr Französich zu verbessern und wird hier davon berichten.